Informatik am Gymnasium

Das Berufliche Gymnasium der Hans-Litten-Schule bietet seinen Schülerinnen und Schülern das Fach Informatik als Pflichtfach in der Einführungsphase (11. Klasse) sowie als belegbarer Grundkurs in der Qualifikationsphase (12. und 13. Klasse) an. Es wird kein Leistungskurs angeboten.

Fach Informatik in der Einführungsphase

Die informatische Bildung ist eine unverzichtbare Kernkompetenz für jeden Abiturienten und jede Abiturientin. So gehört das Fach Informatik zu Pflichtfächern in der Einführungsphase. Das Ziel des Informatikunterrichts ist es, bestmöglich die Schülerinnen und Schüler auf das Leben in einer Informationsgesellschaft vorzubereiten. 

Zu den Themen des Unterrichts in der Einführungsphase gehören:

  • Grundlagen informatischen Arbeitens;
  • Informatiksysteme und Hardware;
  • Daten, Datenbanken und Datenschutz;
  • Datenkodierung und Verschlüsselung;
  • Kommunikation, Netzwerke und Internet;
  • Algorithmen und Grundlagen des Programmierens;
  • Gesellschaftliche Aspekte der Informatik.

Der Unterricht in der Einführungsphase erfolgt zweistündig und legt die Basis für den Unterricht im Kurssystem. In der Regel hat der größte Teil der Schülerinnen und Schüler das Wahlpflichtfach Informatik in der Sekundarstufe I nicht besucht. So sind die Themenbereiche des Informatikunterrichts in der Einführungsphase identisch mit den Empfehlungen für die Gestaltung des Wahlpflichtunterrichts in den Jahrgangsstufen 9 und 10 der Sekundarstufe I. Spätestens am Ende der Einführungsphase erreichen die Schülerinnen und Schüler die für den Eintritt in die Qualifikationsphase gesetzten Eingangsvoraussetzungen.

Der Unterricht findet in der Einführungsphase im Klassenverband statt. Damit jede Schülerin und jeder Schüler selbstständig am eigenen Computer arbeitet, wird jede Klasse in zwei Gruppen geteilt und von zwei Lehrkräften betreut.

Grundkurs Informatik in der Qualifikationsphase

In der Qualifikationsphase erweitern und vertiefen Schülerinnen und Schüler ihre bis dahin erworbenen Kompetenzen mit dem Ziel, sich auf die Anforderungen eines Hochschulstudiums oder einer beruflichen Ausbildung vorzubereiten. Im belegbaren dreistündigen Grundkurs Informatik werden Schülerinnen und Schüler in grundlegende Sachverhalte, Probleme und Zusammenhänge der Informatik eingeführt. Das informatische Modellieren spielt dabei eine zentrale Rolle.

Zu den Kernthemenbereichen der Qualifikationsphase gehören:

  • Modellierung von Datenbanken und SQL;
  • Rechnerarchitektur, Netzwerke und Internet;
  • Objektorientiertes Modellieren und Programmieren mit Java;
  • Softwareentwicklung und Software-Lebenszyklus;
  • Formale Sprachen und Automaten;
  • Informatik, Mensch und Gesellschaft.

Der Grundkurs Informatik kann in der Qualifikationsphase nur ab dem ersten Semester belegt werden. Ein späterer Einstieg ist in der Regel leider nicht mehr möglich. In Ausnahmsfällen wird jedoch auch der Einstieg ab dem zweiten Semester erlaubt. 

Wird der Grundkurs Informatik alle vier Semester in der Qualifikationsphase belegt, kann das Fach Informatik als 3. (schriftlich) bzw. 4. (mündlich) Prüfungsfach sowie als Referenzfach für die fünfte Prüfungskomponente in Kombination mit einem weiteren Fach (als Nebenfach) gewählt werden. Als Nebenfach kann Informatik in der 5. PK aber auch dann gewählt werden, wenn sie weniger als vier Semester belegt wurde.

Ergänzungskurs Digitale Welten

Seit dem Schuljahr 2017/18 wird an einigen Schulen Berlins der Schulversuch Digitale Welten durchgeführt und als Ergänzungskurs in der Oberstufe angeboten. Seit dem Schuljahr 2018/19 ist auch die Hans-Litten-Schule dabei. In diesem dreistündigen Grundkurs werden Schülerinnen und Schüler die Chancen und Risiken der digitalen Welt kennen lernen und Kompetenzen im Umgang mit dieser erwerben. Es werden keine informatischen Vorkenntnisse vorausgesetzt und benötigt! Der Kurs Digitale Welten kann alternativ oder zusätzlich zum Grundkurs Informatik besucht werden.