Sozialkunde in den dualen beruflichen Bildungsgängen (ReNo-/ReFa-/NoFa-Fachangestellte)

Grundlage ist der Rahmenlehrplan für die Fächer Sozialkunde/Wirtschafts- und Sozialkunde für die Berufsschule und die Berufsfachschule des Landes Berlin.

Dieser Plan beinhaltet sechs verpflichtende Module (thematische Einheiten) sowie weitere Wahlmodule nach Absprache im Fachbereich. Dazu gehört auch die Erstellung schulinterner Stoffverteilungspläne. Sie sind das Ergebnis intensiver Abstimmungen mit den betroffenen Lernfeldern und Fachbereichen und werden laufend aktualisiert.  

Das Fach Sozialkunde wird in der Berufsschule in zwei Wochenstunden unterrichtet.

 

So lernen zukünftige Rechtsanwaltsfachangestellte zum Beispiel,

Þ   welche Rechte ihnen in betrieblichen Konfliktsituationen zustehen,

Þ   warum es lohnt, privat für das Alter vorzusorgen,

Þ   welche Risiken der übermäßige Konsum mit sich bringt, 

Þ   wie Tarifauseinandersetzungen geführt werden,

Þ   wie Entscheidungsprozesse in einem demokratischen Staat ablaufen,

Þ   die Werteentscheidungen des Grundgesetzes im Sinne eines demokratischen, sozialen, föderalen Rechtsstaates nachzuvollziehen,

Þ   den Einfluss europäischen Rechts auf den/die einzelnen Bürger/in zu beurteilen.

 

Auf kritische Urteilsfähigkeit, Konfliktfähigkeit und Bereitschaft zu politischem und gesellschaftlichem Engagement wird großen Wert gelegt. Bestimmte Schlüsselqualifikationen gewinnen im Berufsleben und im allgemeinen gesellschaftlichen Umfeld eine immer größere Bedeutung -  daher werden im Fach Sozialkunde besonders soziale Kompetenz, Teamfähigkeit, eigenständige Problemlösung und verantwortliches Handeln gefördert. Der kompetenzorientierte Unterricht denkt insoweit immer auch weitere Fähigkeiten & Fertigkeiten mit, so z.B. die Schulung der Methodenkompetenz. Mögliche methodische Ansätze sind:

Þ   Karikaturen und Statistiken deuten,

Þ   Textanalyse und Lesemethoden,

Þ   Argumentation und Meinungsbildung,

Þ   die Arbeit in Projekten.

 

Gerade der letzte Punkt ist ein integraler Bestandteil des Sozialkunde-/Politikunterrichts – wie z.B. aktuell das Kooperationsprojekt mit dem Haus der Wannsee-Konferenz: „Zerstörtes Recht“, das der Kollege Schwindack betreut.

Exkursionen zu politischen Schauplätzen sind Teil des Lernangebots. So können unsere Schüler/innen viele weitere Angebote nutzen (Besuch der Gedenkstätte in Hohenschönhausen, Topographie des Terrors, Haus Kreisau, Schwarzkopf-Stiftung, EU-Kompaktkurs, Projekte anlässlich von Wahlen, Bildungsurlaub in Flecken Zechlin, Exkursion zum RBB und vieles andere). 

Wir bieten auch Bildungsfahrten an: z.B. nach Brüssel, also an den Ort des Geschehens der europäischen Entscheidungsprozesse. Letzterer ist mit Bedacht gewählt angesichts der europäischen Ausrichtung unserer Schule. 

-> Siehe auch Europa-Aktivitäten des Fachbereichs. 

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