Sozialkunde im Bildungsgang Kaufleute für Büromanagement (KfBM)

Grundlage ist der Rahmenlehrplan für die Fächer Sozialkunde/Wirtschafts- und Sozialkunde für die Berufsschule und die Berufsfachschule des Landes Berlin.

Dieser Plan beinhaltet sechs verpflichtende Module (thematische Einheiten) sowie weitere Wahlmodule nach Absprache im Fachbereich. Zu beachten ist ferner der IHK-Ausbildungs- und Prüfungskatalog in Wirtschafts- und Sozialkunde, der weitere prüfungsrelevante Inhalte vorsieht. Dazu gehört auch die Erstellung schulinterner Stoffverteilungspläne. Sie sind das Ergebnis intensiver Abstimmungen mit den betroffenen Lernfeldern und Fachbereichen und werden laufend aktualisiert.  

Das Fach Sozialkunde wird in der Berufsschule und in der Berufsfachschule in zwei, partiell auch in vier Wochenstunden unterrichtet.

 

So lernen zukünftige Kaufleute für Büromanagement zum Beispiel,

Þ   welche Rechte ihnen in betrieblichen Konfliktsituationen zustehen,

Þ   warum es lohnt, privat für das Alter vorzusorgen,

Þ   welche Risiken der übermäßige Konsum mit sich bringt, 

Þ   warum in der Wirtschaftspolitik heute eher von einem Sechseck als von dem magischen Viereck gesprochen wird,

Þ   wie Entscheidungsprozesse in einem demokratischen Staat ablaufen,

Þ   die Werteentscheidungen des Grundgesetzes im Sinne eines demokratischen, sozialen, föderalen Rechtsstaates nachzuvollziehen,

Þ   die Aufgaben der Europäischen Zentralbank (EZB) kennen,

Þ   den Einfluss europäischen Rechts auf den/die einzelnen Bürger/in zu beurteilen.

 

Auf eine kritische Urteilsfähigkeit, Konfliktfähigkeit und Bereitschaft zu politischem und gesellschaftlichem Engagement wird hierbei Wert gelegt. Da bestimmte Schlüsselqualifikationen im Berufsleben und im allgemeinen gesellschaftlichen Umfeld eine immer größere Bedeutung gewinnen, werden diese insbesondere im Fach Sozialkunde durch soziale Kompetenz, Teamfähigkeit, eigenständige Problemlösung und verantwortliches Handeln gefördert. Der kompetenzorientierte Unterricht denkt insoweit immer auch weitere Fähigkeiten & Fertigkeiten mit, so z.B. die Schulung der Methodenkompetenz. Mögliche methodische Ansätze sind:

Þ   Karikaturen und Statistiken deuten,

Þ   Textanalyse und Lesemethoden,

Þ   Argumentation und Meinungsbildung,

Þ   die Arbeit in Projekten.

 

Gerade der letzte Punkt ist ein integraler Bestandteil des Sozialkunde-/Politikunterrichts – wie z.B. aktuell das Kooperationsprojekt mit dem Haus der Wannsee-Konferenz: „Zerstörtes Recht“, das der Kollege Schwindack betreut.

Exkursionen zu politischen Schauplätzen sind Teil des Lernangebots. So können unsere Schüler/innen viele weitere Angebote nutzen (Besuch der Gedenkstätte in Hohenschönhausen, Topographie des Terrors, Haus Kreisau, Schwarzkopf-Stiftung, EU-Kompaktkurs, Projekte anlässlich von Wahlen, Bildungsurlaub in Flecken Zechlin, Exkursion zum RBB und vieles andere). 

 

-> Siehe auch Europa-Aktivitäten des Fachbereichs.

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