„Mehr Haltung, bitte!“ Die gesellschaftliche Rolle der Unterhaltungsindustrie

In den letzten Jahren sind vielfach mehrteilige Spielfilme im privaten und öffentlich-rechtlichen Fernsehen gezeigt worden, die sich mit historischen Themen auseinandersetzen. Einige dieser Filme wurden von Nico Hofmann produziert. Er ist der Geschäftsführer der UFA und hat ein Buch geschrieben, das den Titel „Mehr Haltung, bitte! Wozu uns unsere Geschichte verpflichtet“ trägt. Am 10.09.2018 hatten Schüler*innen des zwölften Jahrgangs der gymnasialen Oberstufe die Gelegenheit, mit Nico Hofmann in der Schwarzkopf-Stiftung zu diskutieren. Die Hauptfrage des Abends war, was Geschichte und Haltung miteinander zu tun haben.

 

In einem einführenden Interview ging es zunächst um Hofmanns Familiengeschichte und seinen beruflichen Werdegang. Dabei wurde deutlich, dass er sich schon sehr früh mit historischen Themen auseinandergesetzt hat, was sicherlich auch daran lag, dass seine Eltern beide Journalisten waren. Zudem diente ihm die Bearbeitung historischer Themen auch immer zur Aufarbeitung der eigenen Familiengeschichte.

 

In der Fragerunde ging es viel um bestimmte Filme, die Hofmann produziert hat. An einigen Stellen war aber die Auseinandersetzung schwierig, da teilweise das Publikum die Filme nicht kannte bzw. nur durch Hörensagen Informationen hatte. So ging es dann letztendlich hauptsächlich um die Person Hofmann und weniger um die Rolle der Geschichte in Bezug auf Haltungsfragen.

Als wichtige Aussage ist jedoch hängengeblieben, dass man möglichst viele Menschen mit den Filmen für Geschichte begeistern möchte. Denn nur wer die aktuellen Deutungsmuster kennt, kann Geschichtsverdrehungen, die häufig von den politischen Rändern kommen, entlarven.

Charlene K.