Außenminister Heiko Maas hält Grundsatzrede zu Europa vor 150 jungen Gästen der Schwarzkopf-Stiftung

Am 14.06.18 begrüßte die Schwarzkopf-Stiftung gemeinsam mit der Bürgerbewegung Pulse of Europe Außenminister Heiko Maas zu einer Rede und Diskussion mit Bürger*innen zur Zukunft Europas in der Welt im Berliner Postbahnhof.

Heiko Maas, der nun seit ungefähr 100 Tagen als Außenminister im Amt ist, hielt im Zuge der Kampagne “#EuropeUnited“ eine Grundsatzrede zur globalen Rolle der Europäischen Union. Vor ungefähr 300 Gästen plädierte er dafür, dass in einer durch „Nationalismus, Populismus und Chauvinismus radikalisierten Welt“ es dringender denn je sei, die Kraft Europas zu bündeln und rief zu einem „echten Mentalitätswechsel“ auf. „Wir brauchen mehr Mut, mehr Ehrgeiz, mehr außenpolitischen Gestaltungswillen.“ Notwendig seien die Entschlossenheit, eine gemeinsame Außenpolitik zu formulieren, und die Fähigkeiten, europäische Außenpolitik auch durchzusetzen. „Von beidem sind wir noch meilenweit entfernt„, kritisierte Maas.

Die Politik von Donald Trump erhöhe den Handlungsdruck auf Europa. Nach zehn Jahren aufeinander folgender Krisen steuere die Europäische Union auf einen kritischen Entscheidungspunkt zu: Im Inneren ist sie angesichts der Nachwehen der Finanzkrise, Populismus und Nationalismus unter Druck. Von außen drohen andere große Spieler, die Union zu spalten.

Maas verteidigte, dass Europa dennoch unser bester Garant für Frieden und Sicherheit, für offene Gesellschaften und sozialen Zusammenhalt sei und dies mit europäischen Patriotismus zu verteidigen gilt, denn „beim aktuellen Zustand der Welt wird Europa mehr gebraucht, als je zuvor“.

Vonseiten der Schwarzkopf-Stiftung waren 150 Schüler*innen und Studentinnen, darunter Schüler*innen der HLS (E 74) eingeladen. Vgl. deref-gmx.net/mail/client/niFa_22xPJw/dereferrer/

K. Leu