Beratungslehrer

Beratungslehrer sind Frau Visse und Herr Schmittmann

 Wo?

Im Beratungsraum: R 3013 b (Übergang von Haus 2 zu Haus 3)

 Wann?

Montag im 2. Block (Herr Schmittmann)

Donnerstag im 3. Block (Frau Visse)

Kontakt: Beratungslehrer@hans-litten-schule.de

Herr Schmittmann
Frau Visse

Probleme, bei denen wir Unterstützung anbieten können:

 

  • "Ich werde gemobbt (in der Schule oder im Netz)."

  • "Ich werde bedroht, bloßgestellt, erniedrigt oder fertig gemacht."

  • "Ich habe Suchtprobleme."

  • "Ich habe Probleme mit meinen Eltern."

  • "Ich möchte zur Schule gehen, aber ich schaffe es nicht."

  • "Ich bin oft traurig ober ängstlich."

  • "Ich habe meine Aggressionen nicht im Griff."

  • "Ich glaube, ich bin anders."

    Wir unterliegen der Schweigepflicht!

    Niemand darf uns nach den Inhalten unserer Gespräche fragen.


Unsere Beratungslehrer im Interview (im November 2013)

Web-Redaktion:
Seit Schuljahresbeginn gibt es gleich zwei neue Beratungslehrer an unserer Schule: Frau Visse und Herr Schmittmann. Wie wird man eigentlich Beratungslehrer?

Frau Visse:
Unsere Vorgänger haben zum Ende des letzten Schuljahres aufgehört und die Schulleitung hat Nachfolger gesucht, die sich im Bereich "Prävention" bereits engagiert hatten. Wir haben uns beworben und haben die Stellen im Rahmen eines formalen Auswahlverfahrens erhalten.

Web-Redaktion:
Was sind die wesentlichen Aufgaben von Beratungslehrern?

Herr Schmittmann: 
In einer so großen Schule wie unserer ist es unvermeidlich, dass eine Vielzahl kleinerer und größerer Konflikte auftritt. Die Palette reicht von kleineren Streitereien und Beleidigungen bis hin zu handfesten Schlägereien oder Gewaltandrohungen. Dabei kommen als Konfliktparteien grundsätzlich alle am Schulleben Beteiligte in Frage: Schüler, Lehrer, Verwaltungsangestellte und technisches Personal. Dann ist es sinnvoll, wenn Personen da sind, die unvoreingenommen und mit entsprechendem Know-How dazu beitragen können, Streitigkeiten beizulegen und Probleme zu klären, z.B. im Rahmen eines Mediationsverfahrens oder einer Klassenkonferenz.

Frau Visse:
Ein weiteres Tätigkeitsfeld ist die Bekämpfung von Fehlzeiten. Einige Schüler fehlen häufig ohne wichtigen Grund im Unterricht. Ihnen ist nicht klar, dass sie sich mit diesem Verhalten Zukunftschancen verbauen. Im Rahmen des Schulentwicklungsprojektes "Schuldistanz" ist es unsere Aufgabe mit den Betreffenden und teilweise mit ihren Eltern ins Gespräch zu kommen. Gemeinsam kann dann nach Ursachen gesucht und Strategien entwickelt werden, wie ein regelmäßiger Schulbesuch geschafft werden kann.

Web-Redaktion: 
Bei dieser Breite der Aufgabenbereiche drängt sich eine Nachfrage auf: Können Sie das zu zweit überhaupt schaffen?

Frau Visse:
Wir sind nur ein Teil eines größeren Teams. Innerhalb dieses Beratungsteams gibt es Tätigkeitsschwerpunkte, z.B. werden die Themen "Sucht/Drogen", "Politischer Extremismus" oder "Sexuelle Vielfalt" von anderen Teamkollegen abgedeckt. Unser Schulsozialarbeiter, mit dem wir eng zusammen arbeiten, gehört ebenfalls dazu. Gemeinsam mit ihm koordinieren wir die Aktivitäten des Beratungsteams. Darüber hinaus sind wir auch vernetzt mit Experten außerhalb unserer Schule, z.B. mit den Präventionsbeauftragten der Polizei oder mit den Krisennotdiensten.

Herr Schmittmann:
Am günstigsten ist es, wenn erst gar nicht so viele Konflikte auftreten. Dazu brauchen wir ein Schulklima, das durch gegenseitige Wertschätzung und Achtsamkeit geprägt ist. Von daher ist Prävention ein Schwerpunkt unserer Arbeit. Wir gehen in Klassen und führen Workshops zum sozialen Lernen und zum Umgang mit Konflikten durch. Oder wir führen Klassengespräche bei akuten Problemlagen. Momentan ist beispielsweise Cybermobbing ein häufig auftretendes Phänomen, d.h. gegenseitiges Sich-fertig-machen, Beleidigen oder Bloßstellen auf Internetplattformen. Da ist es wichtig, dass jemand den betroffenen Jugendlichen sagt, wie sie sich dagegen wehren können. Auf der anderen Seite beraten und unterstützen wir auch Kollegen dabei, wie sie zum Beispiel durch die Art ihrer Gesprächsführung positiven Einfluss auf das Klima in ihren Klassen nehmen können.

Web-Redaktion:
Es ist sicherlich nicht jeder Kollegin und jedem Kollegen gegeben, eine solch verantwortungsvolle Tätigkeit kompetent auszuüben. Wo und wie haben Sie diese speziellen Kompetenzen erworben, die in der Lehrerausbildung ja nicht unbedingt als Schwerpunkt vermittelt werden?

Frau Visse:
Das Beratungslehrersystem wurde 2008 berlinweit ins Leben gerufen. Jeder Beratungslehrer erhält eine Grundausbildung für diese Tätigkeit und besucht danach spezielle Fortbildungen. Als Ausgleich für die Tätigkeit erhalten wir je vier Anrechnungsstunden.

Herr Schmittmann:
Teilweise haben wir bereits vorher Zusatzqualifikationen erlangt, z.B. als Trainer für soziale Kompetenz-Trainings oder als Anleiter für kollegiale Fallberatung. Darauf können wir nun zurückgreifen.

Web-Redaktion:
Vielen Dank für dieses Gespräch. Ich wünsche Ihnen für Ihre verantwortungsvolle Tätigkeit an unserer Schule viel Erfolg.