Schülerin Marijam Sariaslani berichtet

Im Rahmen des Unterrichtsfachs Wirtschaftswissenschaften machten wir, die FOS 11, mit unserem Lehrer Herrn Ritz eine Exkursion zu einer Filiale der Deutschen Bank. Es war keine Bankfiliale, wie wir sie von jeder Straßenecke kennen, sondern etwas ganz anderes. Steht man vor der Filiale, so ahnt man nicht, was sich hinter dem Schaufenster befindet. Von der Friedrichstraße – der Standpunkt des Hauses – aus sieht man zunächst einmal einen Verkaufs- bzw. Ausstellungsraum (der so genannte Trendshop), in dem z. B. einfach mal ein vorweihnachtliches Sortiment des englischen Kaufhauses Harrods ausgestellt und verkauft wird. So jedoch, das begreift man beim Hineingehen und wurde uns von dem Mitarbeiter erklärt, beginnt die Berechtigung für die Umschreibung „außergewöhnlich“ für dieses Projekt der Deutschen Bank. Das Projekt heißt „Q110 - Deutsche Bank der Zukunft“ und ist eine Art Modellküche des Unternehmens. Hier werden alle möglichen Marketinginstrumente angewendet und Produktinnovationen ausgetestet. Nicht nur, dass man von Außen kaum erkennen kann, dass es sich um eine Bankfiliale handelt. Auch die für eine Bank typischen Elemente sind komplett ausgewechselt. Es gibt keine Schalter, dafür existieren verschiedene Arten von Beratungsräumen, auf verschiedene Personentypen abgestimmt, so dass jeder sich in der für ihn angenehmsten Atmosphäre beraten lassen kann. Hat man Kinder dabei, kann man sie im Kid´s Corner während des Gesprächs betreuen lassen. An den SB-Automaten wurde ein Touchscreen angebracht, an dem man sich via Handabdruck bei Geldauszahlungen zusätzlich identifizieren lassen muss. Ein besonderes Highlight ist die Beratung an einem Tisch, der ein einziger Bildschirm ist. Über die Touchscreen-Oberfläche werden individuelle Beratungsmappen zusammengestellt und können entweder direkt per E-Mail an die KundInnen versandt oder vor Ort ausgedruckt werden. Diese Art der Beratung ist vor allem sehr anschaulich und kundenfreundlich. Diese und viele weitere Neuerungen werden in der Q110-Filiale alltäglich praktisch angewandt und ausgewertet. Das Interesse der KundInnen scheint groß, die Filiale „kommt gut an“ und hat verglichen mit anderen, standardmäßigen Filialen, eine höhere Anzahl an täglichen BesucherInnen. Dass also die verschiedenen Arten des Marketing hier ausprobiert, praktiziert und erweitert werden, scheint den Kundinnen und Kunden ebenso wie NeukundInnen sehr willkommen. Genauso ging es uns, als wir die Führung durch das Haus bekommen haben: Wir konnten die einzelnen Vorgänge dort sehr gut in unsere Theorie aus dem Unterricht einbinden und Neues lernen und sind gespannt, was die Zukunft noch bringen wird.