Das 4. Semester des Beruflichen Gymnasiums erlebte Frank-Jürgen Weise von der Bundesagentur für Arbeit in der Schwarzkopf Stiftung

Schülerinnen und Schüler der Leistungskurse Wirtschaft im 4. Semester erlebten Frank-Jürgen Weise von der Bundesagentur für Arbeit in der Schwarzkopf Stiftung am 19. März 2015. Das Thema „Europäische Jugendarbeitslosigkeit: Wie kommen wir aus der Krise?“ passte genau zu den im Unterricht behandeltem Thema Arbeitslosigkeit und bildete somit einen inhaltlich guten Abschluss des 4. Semesters.

Nach einer Einführung und Überblick über die Jugendarbeitslosigkeit in Europa und Maßnahmen auf EU-Ebene von Herrn Weise fand eine Diskussion mit ihm statt. Herr Weise stellte fest, dass in der EU ca. 6 Millionen junge Menschen zwischen 15 und 25 Jahren erwerbslos sind. Als Ursachen nannte er u.a. die mangelnde Befähigung zur Berufsbildung und fehlende Strukturen der Berufsberatung sowie fehlende Mobilität und Sprachkenntnisse bei den Jugendlichen. So fehle bei den jungen Menschen vor allem ein „gutes Bild von Arbeit, z.B., dass Arbeit sinnstiftend sei“. Kritisch merkte Herr Weise an, dass viele Unternehmen ausbilden könnten, es aber nicht tun. Lösungen bräuchten allerdings einen „langen Atem“. So sei nach Aussagen von Herrn Weise vor allem Geduld angesagt. „Das ist ein 10-Jahresprogramm!“ Als Ziel nannte er, dass jeder Jugendliche nach 4 Monaten Arbeitslosigkeit ein Angebot erhalten solle, wie z.B. auch ein Praktikum. Bislang haben die einzelnen europäischen Länder jedoch noch zu wenig Initiativen ergriffen, nur 50% der Länder haben bis heute Konzepte gegen die Jugendarbeitslosigkeit vorzuweisen.

Die gesellschaftlichen Folgen sind allerdings unübersehbar: So koste nach seinen Angaben ein schlecht ausgebildeter Jugendlicher ohne Schulabschluss und ohne Sprachkenntnisse der Gesellschaft ca. 100.000,-- Euro.

Frau Albrecht-Richter