Schülerbericht von Jacqueline Warsama (LK WW 2. Semester)

Bewerbungs-Profi besuchte die drei Wirtschafts-Leistungskurse am OSZ Recht

Es ist wieder soweit! Das Schuljahr ist bald vorüber und für viele beginnt nun die Bewerbungszeit. Man macht sich Gedanken über den richtigen Ausbildungsberuf, den richtigen Ausbildungsbetrieb und eine aussagekräftige Bewerbung. Doch um den richtigen Beruf und Betrieb zu finden, sollte man sich selbst erst einmal wichtige Fragen stellen. Wer bin ich? Was will ich? Welche Ausbildungsmöglichkeiten gibt es? Wo möchte ich in Zukunft stehen? Die Antworten auf diese Fragen dienen als Grundlage zur richtigen Entscheidung. Hilfreich bei der Entscheidung können außerdem Berufsmessen, das Berufsinformationszentrum und diverse Internetseiten sein.

Um uns ein wenig die Angst vor dem Ungewissen zunehmen und um uns vor möglichen Fauxpas im Vorstellungsgespräch zu bewahren, besuchte uns Frau Matzke im OSZ Recht. Frau Matzke arbeitet im Personalwesen (Nachwuchs- und Talentmanagement) der Landesbank Berlin AG und schaut regelmäßig Bewerbungsunterlagen durch, führt Vorstellungsgespräche und arbeitet eng mit den Auszubildenden zusammen. Sie kennt die Sorgen und Ängste der Bewerber und die Bedeutung der Persönlichkeits-, Intelligenz- und Leistungstests für das Unternehmen. Sie empfiehlt es, sich in Online-Tests auf die Eignungstests vorzubereiten, sowie sich sprachlich auf Vorstellungsgespräche vorzubereiten.

In kleinen Simulationen eines Vorstellungsgesprächs (siehe Fotos) hat sie uns auf typische Fettnäpfchen hingewiesen und uns im Umgang mit dem neuen potenziellen Arbeitgeber geschult. Dabei ist eins zu beachten. Der erste Eindruck ist von bedeutender Wichtigkeit. Man sollte sich vorher also dementsprechende Gedanken über sein Outfit und sein gesamtes Erscheinungsbild machen. Im Einstellungsinterview sollte der Bewerber stets Blickkontakt mit seinem gegenüber halten und unbedingt authentisch sein. Die Unternehmen suchen zwar qualifizierte Bewerber, aber die Persönlichkeit des Bewerbers muss auch zum Unternehmen und dessen Mitarbeitern passen. Nach dem Vorstellungsgespräch muss man auch mit einer Niederlage rechnen und lernen damit umzugehen.

Das Feedback des Unternehmens sollte unbedingt beherzigt werden und ist hilfreich für zukünftige Vorstellungsgespräche. Bewirbt man sich jedoch für ein duales Studium, so kann es sein, dass das Bewerbungsverfahren kein Einstellungsinterview beinhaltet, sondern ein Assessment-Center. Dort treten die Bewerber in beispielsweise Diskussionsrunden, Präsentationen und Textwiedergaben gegeneinander an. Bis der Bewerber einen passenden Ausbildungsplatz findet, können mehrere Einstellungsinterviews stattgefunden haben. Jedes sollte als Übung für das nächste angesehen werden. Man gewinnt an Selbstsicherheit und Souveränität.

Der Besuch von Frau Matzke hat bei den Schülern positiven Anklang gefunden, wie wir in einem Feedbackgespräch erfahren haben und somit hoffen wir stark, sie nächstes Jahr wieder in unserem Hause begrüßen zu dürfen.