WILLKOMMEN BEI SCHUTZ UND SICHERHEIT

BERLIN als Weltstadt erlebt jedes Jahr eine Vielzahl von verschiedenen Veranstaltungen, wie z.B . der Berlin-Marathon mit vielen  Besuchern aus aller Welt.  Viele dieser "Events" werden von den Mitarbeitern der Berliner Sicherheitsfirmen oder firmeneigenen Sicherheitsdiensten betreut. Darüberhinaus werden die Sicherheitsmitarbeiter auf vielen anderen Gebieten aktiv, so z.B. bei dem Schutz von Bahnhöfen  oder von Einkaufscentren.

Die unterschiedlichen Herausforderungen bedürfen einer qualifizierten Ausbildung zu einem kompetenten Mitarbeiter. Dafür sind die Firmen bzw. Bildungsträger auf der einen Seite und die Hans-Litte-Schule auf der anderen Seite verantwortlich.

Als Bewerber haben Sie die Möglichkeit sich zwischen der zweijährigen Ausbildung zur Servicekraft für Schutz und Sicherheit und der dreijährigen Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit zu entscheiden.  Unter bestimmten Voraussetzungen können Sie nach der zweijährigen Ausbildung um ein Jahr verlängern, um so den Abschluss einer Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit zu erwerben (Weitergehende Informationen zu den Bildungsangeboten sowie Anmeldeformalitäten finden Sie hier).

Die Unterrichtsinhalte der ersten beiden Berufsschuljahre sind deshalb identisch (Lernfelder 1 - 8).  Das dritte Berufsschuljahr umfasst die Lernfelder 9 -12.

Beide Ausbildungsgänge werden in Lernfelder und  Fächern unterrichtet. Der Schwerpunkt für die berufliche Handlungskompetenz bilden die Lernfelder, die in nachfolgender Reihenfolge unterrichtet werden:


  • Lernfeld 1: Den Ausbildungsbetrieb und seine Leistungen im Tätigkeitsfeld der Sicherungswirtschaft präsentieren.

  • Lernfeld 3: Bei der Planung und Umsetzung von Sicherungsmaßnahmen zur präventiven Gefahrenabwehr mitwirken.

  • Lernfeld 2: Kunden und Mitarbeiter über Möglichkeiten und Rahmenbedingungen der Berufstätigkeit in der Sicherungswirtschaft informieren.

  • Lernfeld 4: Aufgabenbezogene Schutz- und Sicherheitsvorschriften beachten und Maßnahmen durchführen.

  • Lernfeld 5: Rechtsverstöße und Gefährdungssituationen erkennen und bewerten.

  • Lernfeld 7: Sicherheitstechnische Einrichtungen und Hilfsmittel anwenden.

  • Lernfeld 8: Menschen, Objekte und Werte sichern und schützen.

  • Lernfeld 9: Sicherheitsrelevante Sachverhalte ermitteln, aufklären und dokumentieren.

  • Lernfeld 10: Geschäftsprozesse in der Sicherheitsdienstleistungen anbieten.

  • Lernfeld 11: Sicherheitsdienstleistungen anbieten.

  • Lernfeld 12: Sicherheitsrisiken im Kundenauftrag analysieren und entsprechende Maßnahmen zur Gefahrenabwehr planen, durchführen und bewerten.

 

In jedem Ausbildungshalbjahr wird ein Lernfeld-Projekt erarbeitet. Hier finden Sie eine Beschreibung der Projekte:

 

Neben dem Unterricht in Lernfeldern erfolgt auch ein Unterricht in folgenden Fächern:

 

 

Ihr erstes Berufsschuljahr

Im ersten Ausbildungsjahr sind Sie meist ein absoluter Neuling in der Geschäftswelt der Sicherheitswirtschaft. Es kommt daher darauf an Ihnen die Grundlagen zu vermitteln. Sie werden sich mit den Sicherheitsdienstleistungen auseinandersetzen und sich den Unterschied zwischen privaten Sicherheitsdienstleistern und der Polizei erarbeiten. Die allgemeine Dienstkunde wird Sie an Dienstanweisungen heranführen und das Erstellen und Kontrollieren von Ausweisen ist für Sie bald eine Selbstverständlichkeit. Natürlich beschäftigen Sie sich auch mit aufgabenbezogenen Schutz- und Sicherheitsvorschriften, wie z.B. die Berufsgenossenschaftlichen Vorschriften.

 

 

Neben den mehr theoretischen Grundlagen erarbeiten wir mit Ihnen zusammen erste sicherheitstechnische Einrichtungen und Hilfsmittel, ohne die die Sicherheitsdienstleister in der heutigen technisierten Welt nicht mehr auskommen. Zaunanlagen, Widerstandsklassen von Türen und angriffshemmende Verglasungen gehören dann ebenso zu Ihrem Wissen wie z.B. die Verwendung von Schließanlagen.

 

 

 

 

Bei der Wahrnehnumg Ihrer Aufgaben erleben Sie auch Menschen, die Gewalt gegen Sie oder Andere ausüben. Sie müssen daher auch die Gefährlichkeit von Waffen, verbotenen Gegenständen und gefährlichen Stoffen richtig einschätzen können. Eigensicherung hat dabei eine hohe Priorität.

 

 

 

 

 


Ihr zweites Berufsschuljahr

Ein Jahr liegt hinter Ihnen und Sie sind schon in mehreren Bereichen Ihres Betriebes oder einem Praktikum Ihres Bildungsträgers eingesetzt gewesen. Dabei ist Ihnen sicher ein Schwerpunkt der Schadensverhütung aufgefallen, der  Brandschutz. Gemeinsam vertiefen wir Ihre Kenntnisse in diesem Bereich und beschäftigen uns ausführlich mit der notwendigen Sicherheitstechnik. Gefahrenmeldeanlagen zu kennen und zu bedienen gehört ebenso dazu wie die Einsatzmöglichkeiten eines RFID-Chips (Radio-Frequency-Identification-Chips). Sie haben schon mit einem Wächterkontrollsystem oder mit dem Handsprechfunkgerät gearbeitet und erfahren nun mehr über die Möglichkeiten und Grenzen.

Neben den vielen technischen Aspekten erarbeiten Sie sich mit dem novellierten Waffengesetz  Antworten zu Waffenrechtsfragen. Was ist überhaupt eine Waffe oder ein gefährlicher Gegenstand ? Was ist ein Waffenschein und wer braucht ihn? Wie verhalten Sie sich beim Fund einer Waffe? Wie definiert sich eine Anscheinswaffe?

Menschen, aber auch Objekte und Werte zu schützen und zu sichern ist eine vielschichtige, komplexe Aufgabe. Der Film "Bodyguard" ist vielen Auszubildenden bekannt. Sie werden lernen, dass der Schutz von Personen viel mehr fordert, als nur einen "Bodyguard". Auch der Umgang mit organisatorischen Problemstellungen, wie z.B. der Ablauf bei einer Evakuierung, gehört dann ebenso zu Ihrem Handwerkszeug wie das richtige Verhalten bei einer Bombendrohung.

 

 

 


Ihr drittes Berufsschuljahr

Falls Sie sich als Servicekraft für Schutz und Sicherheit entschlossen haben nun doch eine Fachkraft werden zu wollen, begrüßen wir Sie herzlich zum dritten und letzten Ausbildungsjahr. 

Was erwartet die angehenden Fachkräfte für Schutz und Sicherheit und wo liegt der entscheidende Unterschied zu der bisher gleichgelaufenen Unterrichtung?

 

Während die Servicekräfte für Schutz und Sicherheit vorrangig im operativen Bereich eingesetzt werden, sollen die Fachkräfte für Schutz und Sicherheit auch mit Leitungsaufgaben betraut werden. Deshalb kommt es im dritten Ausbildungsjahr besonders darauf an, Aufträge und Aufgaben anzunehmen, diese zu analysieren und auf den Kunden zugeschnittene Lösungswege zu entwerfen. Ihr Wissen und Können werden in die Entwicklung von Angeboten für den Kunden eingebracht. Das Konzept für den Kunden enthält dabei auch die Berechnung von Kosten sowie deren fachgerechte Bewertung, die dann in einen Entscheidungsvorschlag mündet. Zur Erarbeitung der Konzepte setzen Sie Planungshilfsmittel  ein (Lernfeld 12).

 

Einen weiteren Schwerpunkt bildet der Ermittlungsdienst (Lernfeld 9). Was sind Spuren und wie können diese aussehen? Wie bereitet man eine Befragung vor? Was sind Diebesfallen?

 

Darüberhinaus erarbeiten Sie sich Kenntnisse im Rechnungswesen/Controlling (Lernfeld 11) und in der Vermarktung von Sicherungsdienstleistungen (Lernfeld 10.