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Das Future of Europe-Projekt veranstaltet am 30. Oktober 2012 die Konferenz EUROPE BEYOND THE CRISISEUROPA NACH DER KRISE in Berlin. Im Rahmen der Veranstaltung wird debattiert, wie die Zukunft der Europäischen Union aussehen soll. Wie wollen wir sie gestalten?

Die Konferenz steht unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzler a.D. Helmut Schmidt.


Politikern über die Schulter geschaut

Am 30.10.2012 fand eine Townhall-Konferenz (Der Begriff Town Hall (engl. Rathaus) ist im angloamerikanischen Sprachraum eine Bezeichnung für Rathaus oder ein Haus für Bürgerversammlungen in Städten.) zum Thema „Europa nach der Krise“ im Allianz Forum am Pariser Platz statt.

Prominente Teilnehmer aus Politik und Wirtschaft waren:

·        Wolfgang Schäuble, Bundesminister der Finanzen

·        Pierre Moscovici, französischer Finanzminister

·        Marek Belka, Leiter der polnischen Zentralbank

·        Pascal Lamy, Generaldirektor der Welthandelsorganisation (WTO)

·        Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlaments

·        Joschka Fischer, ehemaliger Außenminister

·        Felipe Gonzales Marquez, ehemaliger Ministerpräsident von Spanien

·        Phillipp Mißfelder, Mitglied des Bundestages (CDU)

·        Georgios Papandreou, ehem. Ministerpräsident von Griechenland

·        Guy Verhofstadt, ehem. Premierminister von Belgien

·        George Soros, Multimilliardär und internationaler Investor

·        Helmut Schmidt, Bundeskanzler a.D.

·        Jean-Claude Trichet, ehem. Vorsitzender der EZB

·        Peer Steinbrück, designierter Kanzlerkandidat der SPD

·        Ursula von der Leyen, Bundesministerin für Arbeit und Soziales

·        Shaukat Aziz, ehem. Ministerpräsident von Pakistan

·        David Bonderman, Gründer von TPG Capital (Verwaltetes Vermögen insgesamt: US$ 35 Milliarden)

·        Eric E. Schmidt, geschäftsführender Vorsitzender von Google

·        Laura D. Tyson, ehem. Wirtschaftsberaterin von Präsident Clinton

·        Gerhard Schröder, Bundeskanzler a.D.

·        Recep Tayyip Erdogan, türkischer Ministerpräsident

·        Nicolas Berggruen, Vorsitzender des Nicolas Berggruen Institute on Gouvernance und Veranstalter

 

Weitere Teilnehmer waren neben Studenten der Hertie School of Gouvernance ausgewählte Schüler des OSZ Recht.

 

Dank der Schwarzkopf Stiftung (eine reguläre Anmeldung für diese Veranstaltung war nicht möglich) hatten wir die Möglichkeit an der Konferenz des Nicolas Berggruen Institute on Governance teilzunehmen und mit den genannten Politikern über ein Europa nach der Krise zu diskutieren.

Themen waren:

·        Wie sollte die politische Einheit Europas gestaltet sein?

·        Wie kann sie funktionieren?

·        Was bedeutet ein starkes Europa für Deutschland und für die Welt?

·        Welche Vorteile bringt die Europäische Union für Deutschland?

Diese und andere Fragen standen im Mittelpunkt der Diskussion.

Wir empfanden die Diskussionen als sehr interessant. Vor allem vor dem Hintergrund dessen, dass z. B. Ursula von der Leyen (CDU) und Peer Steinbrück (SPD) keinen nationalen Wahlkampf betrieben  oder sich in ihren Stellungnahmen widersprochen haben, sondern bei vielen Themen den gleichen politischen Standpunkt vertraten. Diese große Einigkeit, wenn es um das Projekt Europa geht, überraschte uns doch sehr.

Das Highlight des Tages war für uns ohne Frage der Auftritt von Altkanzler Helmut Schmidt (SPD).

Aber auch der spontane Besuch des türkischen Ministerpräsidenten Erdogan, der eine sehr emotionale Rede hielt, wird uns noch eine ganze Weile auf diesen ereignisreichen Tag mit Freude zurückblicken lassen.

Durch die Möglichkeit inhaltlich und politisch die geladenen Gäste zu ihren Standpunkten zu befragen, bekamen wir das Gefühl, den Politikern „ganz nahe“ sein zu können und wir erhielten interessante und neue An- und Einsichten zum Thema „Europäische Union“.

 

Schüler der Klasse A-117