Zeitzeugengespräch im Holocaust-Mahnmal

Am Freitag den 11.11.2016 nahm die BM142 an dem Zeitzeugengespräch „Wer einmal gestorben ist, dem tut nichts mehr weh.“ mit Marko Feingold teil. Die Veranstaltung wurde von der Schwarzkopf-Stiftung sowie der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden organisiert und fand im Holocaust-Mahnmal statt.

 

Marko Feingold wurde 1913 in der heutigen Slowakei geboren. Im Ort der Information unter dem Holocaust-Mahnmal hatten wir die Möglichkeit ihn näher kennen zu lernen. Er berichtete uns von seiner Haft in gleich vier Konzentrationslagern. So schilderte er die unmenschliche Behandlung in den Lagern. Als erstes wurde er im Jahre 1938 in Wien verhaftet. Dann floh er nach Prag und wurde dort nach Polen ausgewiesen. Mit falschen Papieren ausgestattet kehrte er nach Prag zurück. 1949 wurde er erneut festgenommen und in das KZ Auschwitz deportiert. Hier arbeitete er unter anderem an dem Bau der so genannten Rampe, dem Ort der späteren Selektionen, mit. Über die KZ Neuengamme und Dachau kam er 1941 nach Buchenwald, wo er die Befreiung erlebte.

 

Mit seinen 103 Jahren verblüffte Marko Feingold uns alle mit seinem ungebrochenen Lebenswillen, den er trotz des erlebten Horrors beibehalten hat.

 

Ceren (BM142)