„Die EU nach der Krise: Ein gestärktes Europa?“

zu Gast: Viviane Reding, Vizepräsidentin der Europäischen Kommission und Kommissarin für Justiz, Grundrechte und Bürgerschaft

Kooperation: Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland

Der etwas andere Unterricht

Unser PW-Lehrer, Herr K. L., bot uns (Klasse E21) bei Interesse eine Unterrichtsverlagerung an, um an der obigen Veranstaltung teilzunehmen. Wir stimmten ab und die Mehrheit der Klasse war für den Besuch der Veranstaltung.

Am Donnerstag, den 18. März 2013 trafen wir uns um 17:30 Uhr vor dem Europäischen Haus. Um 18 Uhr startete die Veranstaltung. Sie begann mit einer kurzen Einführung durch Frau Reding, der sich eine Diskussion anschloss, welche von Jens Fischer moderiert wurde.

Inhalt

In ihrer Rede gestand an diesem Abend die Vizepräsidentin der EU-Kommission, sie habe noch Gemüse über die Grenze von Frankreich nach Luxemburg geschmuggelt. Sie erläuterte, wie schwierig es früher war, die Ländergrenzen zu überwinden. Umso stärker appellierte sie an uns und die ca. 200 weiteren zumeist jugendlichen Zuhörer, sich für weiterhin offene Grenzen in Europa einzusetzen.

Die Kommissarin für Justiz, Grundrechte und Bürgerschaft gab uns einen spannenden Einblick in ihre Arbeit in Brüssel – von der europäischen Harmonisierung des Ehescheidungsrechts über das Europäische Jahr der Bürger 2013 bis hin zu ganz aktuellen Vorschlägen der Kommission für die Europawahl 2014. Sie wünscht sich mehr europäische Politik, die es verdient so genannt zu werden.

In der anschließenden Diskussion kamen viele Fragen zu einer künftigen Verfassung der EU. Frau Reding betonte, ein neuer Anlauf für eine Verfassung dürfe nicht von Brüssel aus gesteuert werden, sondern benötige zahlreiche Impulse aus den einzelnen Mitgliedstaaten.

Eigene Meinung

Wir persönlich fanden es sehr spannend, ihre Meinung zur weiteren Entwicklung der Europäischen Union zu hören. Sie sprach in unserer Sprache (wünschte sich z. B. eine ERASMUS - Kindergeburtenstatistik), führte viele Beispiele an und dank ihres Esprit war die Veranstaltung interessant und zu keinem Zeitpunkt langweilig.

Wenn man die Chance hat, zu derartigen Veranstaltungen zu gehen, sollte man diese auch nutzen. Wir sind jetzt zwischen 17 bis 19 Jahre alt und es wird unser Europa sein, für dessen Weiterentwicklung Frau Reding kämpft. Sehr gut fanden wir weiterhin, dass Frau Reding sich (trotz eines sicher sehr harten Arbeitstages) auch nach der Veranstaltung noch die Zeit genommen hat, bei einem Glas Wein, die Fragen weiterer Besucher anzuhören und zu beantworten.

N&F (E 21)