Thema: „Der französische Blick auf die Zukunft Europas“

 

Wann kommt man schon mal in die französische Botschaft, dachten wir uns und bewarben uns für eine Veranstaltung der Schwarzkopf-Stiftung.

Am Mittwoch, den 15. Mai 2013, um 16:00 Uhr, trafen wir, die Schüler der E 21, uns vor der französischen Botschaft ( Pariser Platz 5, 10117 Berlin), denn um 16:30 Uhr startete die Veranstaltung.

Die Sicherheit beim Einlass wurde groß geschrieben. Abgleichung der Personalien, Körper- und Sachenscan wie auf einem Airport, danach betraten wir über einen erstaunlich großen und grünen Innenhof eine Art Vorlesungssaal.

Mit einer Verzögerung von einigen Minuten begann dann die Veranstaltung mit dem französischen Botschafter, S. E. Maurice Gourdault-Montagne, der die "französische Sichtweise zu den europäischen Problemen" darlegte.

S. E. Maurice Gourdault-Montagne´s Rede begann mit der Geschichte von Frankreich und Deutschland. Mehrmals machte er deutlich, wie wichtig die Partnerschaft zwischen Frankreich und Deutschland sei und dass diese Freundschaft schon seit 50 Jahren besteht.

Der deutsch-französische Motor hat in den letzten Jahrzehnten maßgeblich zum    Auf- und Ausbau der Europäischen Union beigetragen. Der Schuman-Plan war der Vorläufer der EU und das Tandem De Gaulle - Adenauer begründete mit dem Elysee-Vertrag 1963 eine enge Freundschaft.

Diese wurde von ihren Nachfolgern fortgeführt und verbindet die beiden Länder besonders eng. Seit einem Jahr bilden der neue französische Präsident Francois Hollande und die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel das französisch-deutsche Tandem.

Ebenfalls betonte er, dass die Zukunft der Jugend gehört. Seine Meinung zur Partnerschaft zwischen Frankreich und Deutschland ist, dass Deutschland und Frankreich sich gut ergänzen und sie die wichtigsten Handelspartner sind. Zudem seien sie voneinander abhängig.

Nach seinem Vortrag wurden ihm drei Fragen vom Moderator gestellt. Zum Schluss stellten ihm noch ein paar Zuschauer Fragen zum Thema.

Wir persönlich fanden, dass S. E. Maurice Gourdault-Montagne seine, aus unserer Sicht, zu lange Einführungsrede zu stark abgelesen hat. Das nahm ihm die Glaubwürdigkeit. Wir (die Verfasser) hatten das Gefühl, es war nicht das, was er sagen wollte, sondern das, was er sagen sollte.

Ein weiterer Aspekt war, dass er zu sehr um das Thema herum geredet hat. Die eigentlichen Fragen zu diesem Thema wurden uns nicht beantwortet. Die „Diskussion“ war auch nicht wirklich eine Diskussion. Jemand stellte eine Frage und in seiner Antwort neigte er ebenfalls zum Abschweifen.

Im Vergleich zu Frau Viviane Redings Rede war S. E. Maurice Gourdault-Montagne eher langweilig und nicht wirklich aussagekräftig. Er war nicht so präsent wie Sie und bei einigen Fragen, die ihm gestellt wurden, waren die Antworten vorhersehbar.

Ungeachtet dieses nicht sehr schmeichelhaften Resümees schätzen wir die uns eingeräumten Möglichkeiten, uns durch derartige, meist(!!!) interessante Veranstaltungen, eine eigene Meinung zum Thema Europa zu bilden.

Am 05.06.13 war ich (F.R.) zum Beispiel bei einem Meeting im Haus der Kulturen der Welt, um mit unserem Finanzminister Wolfgang Schäuble über folgende Themen zu diskutieren. Wie wird Europa in der aktuellen Situation erlebt? Welche Wege führen aus der Krise? Welche Rolle spielt die Jugend von heute für das Europa von morgen? Und welches Europa wollen WIR?

Weiterhin geplant ist meinerseits ein Besuch in der belgischen Botschaft am 04.07.13 um dort

Karl-Heinz Lambertz (Ministerpräsident der Deutschsprachigen    Gemeinschaft Belgiens);                                                                                                             

Dr. Gregor Gysi (Fraktionsvorsitzender der Linksfraktion im Bundestag) und

Prof. Dieter Grimm (Bundesverfassungsrichter a. D.)

zum Thema: „Alternativlose“ Integration in Zeiten der Krise – Gefahr einer europäischen Desintegration? zu hören.

N. L.,F. R. und A.W.