In 14 von 16 Bundesländern steht Ihnen (Berufsschüler) ein Pensum von 5 bezahlten Tagen für Ihre Fortbildung pro Jahr zu. Auch in Berlin gibt es ein Bildungsurlaubsgesetz (Link)

Regelmäßig und nach Absprache mit den Schülerinnen und Schülern organisiert der Fachbereich Bildungsfahrten nach Flecken Zechlin (bei Rheinsberg) und nach Brüssel.

Inhaltlich beschäftigen sich die SuS mit den Themen "Vereintes Europa", "Recht und Gerechtigkeit", "Mitbestimmung im Betrieb" und "Sozialkompetenzen/Kommunikation/Konflikte"

Bildungsurlaub in Flecken Zechlin

23 SchülerInnen des OSZ Recht verbrachten vom 21. Mai 2012 bis 25. Mai 2012 ihren Bildungsurlaub in der Bildungsstätte Flecken Zechlin. Herr Zuch und Herr Leuschner begleiteten die Reise.

Zur Auswahl an Seminarthemen standen „Recht und Gerechtigkeit“ sowie „Sozialkompetenzen/Kommunikation/Konflikte“. Zum Seminarauftakt am Montagmorgen konnten sich die SchülerInnen den zwei Themengebieten zuordnen und eigene Ideen und Wünsche für den Seminarinhalt der bevorstehenden Woche einbringen.

Täglich von 09:00 Uhr bis 12:00 Uhr sowie von 15:00 Uhr bis 18:00 Uhr wurden die Seminare abgehalten.

Die Verpflegung war zu jedermanns Zufriedenheit. Morgens und abends gab es ein reichhaltiges Buffet und mittags konnte zwischen zwei Menüs gewählt werden. Nachmittags fanden sich oft alle zu Kaffee und Kuchen zusammen.

Die Freizeit zwischen den Seminarblöcken wurde durch das vielfältige Sportangebot der Anlage gestaltet. So sind ein Volleyballfeld, Kajaks und Kanus zum Ausleihen, zwei Badestellen, ein Tischtennisraum, ein Billardtisch, ein Kicker und eine Sauna vorhanden. Am letzten Abend wurde das Abendessen nach draußen verlegt, wo in großer Gruppe gegrillt wurde.

 

Es wurden Partnerinterviews durchgeführt, bei denen eine intensive Auseinandersetzung mit seinem Gegenüber unablässig war. Diese wurden der Gruppe dann präsentiert. Nach dem Erarbeiten von Feedback-Regeln wurden die Vorträge ausgewertet und die gelernten Regeln somit gleich angewandt.

Darüber hinaus wurden verschiedene Kommunikationsmodelle und Techniken an Hand von Rollenspielen vorgestellt und analysiert. In dem Zusammenhang wurde das „Vier-Ohren-Modell“ von Schulz von Thun eingebracht.

Am zweiten Tag wurde das so genannte „Freiluft Klassenzimmer“ auf einer Lichtung bei schönstem Wetter im Wald genutzt.

Ziel der Teamer war es, den Teamgeist der Gruppe den einzelnen SchülernInnen bewusst zu machen und zu stärken. Dies gelang ihr durch abwechslungsreiche Aufgaben und Spiele im Gelände. Neben der Anstrengung hatten alle GruppenteilnehmerInnen sichtlich Spaß und bemerkten die von Aufgabe zu Aufgabe wechselnde Gruppen- sowie Leitungsstruktur.

Abschließend wurden die Teamarbeit, die Gruppendynamik und die Kommunikation untereinander besprochen und ausgewertet.

Am Mittwoch fanden sich beide Gruppen zusammen und fuhren zum Amtsgericht nach Neuruppin. Da die erste Tageshälfte damit ausgefüllt war, hatten die Schüler am Nachmittag Freizeit.

Donnerstagvormittag wurde in verschiedenen Kleingruppen erarbeitet, wie ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch vorbereitet und durchgeführt werden kann. Die Ergebnisse wurden der Gruppe anschließend präsentiert. Auch hierbei wurden die Feedback-Regeln nochmals wiederholt und verschiedene Präsentationsmethoden angewandt.

Nachmittags fanden sich die beiden Seminargruppen erneut zusammen. Ein kleiner Paddelausflug stand auf dem Plan. Zur Verfügung standen Kajaks und Kanus. Unerwartet entwickelte sich dieser Ausflug zu einer anspruchsvollen Teamaufgabe, denn der Wind wurde sehr stark und erschwerte den Rückweg. Es fand eine Neubesetzung der Boote statt, so dass die Kanus von den Kajaks gezogen werden konnten.

Am letzten Seminartag wurde die Wunschfrage der SchülerInnen geklärt, wie man Menschen mit Kommunikation beeinflussen kann. Verschiedene Konfliktsituationen wurden nachgestellt und miteinander besprochen, so dass aus verschiedenen Perspektiven klar wurde, wie man bewusst und mit Feingefühl eine Situation in bestimmte Richtungen lenken kann.

Am Ende fand eine Gesamtauswertung der Woche statt, in der abschließendes Feedback an die Teamerin sowie an den Gruppenzusammenhalt gegeben wurde.

Dabei wurde deutlich, dass alle TeilnehmerInnen und auch die Teamerin Spaß hatten, sich in der Gruppe sehr wohl fühlten.

 

 

 

 

Bildungsurlaub in Brüssel

 

Bericht zur Brüsselfahrt vom 8.-12.4. 2013

 

Zu berichten ist von einer Bildungsfahrt von Schülern des OSZ Recht nach Brüssel vom 08. 04. bis 12. 04. 2013. Teilgenommen haben 19 Auszubildende (17 des Bildungsgangs ReNo-Fachangestellte sowie 2 des Bildungsgangs Justizfachangestellte), ein Lehrer der Schule (Herr Jaenicke) und zwei Mitarbeiter der Jugendbildungsstätte Haus Kreisau (Frau Fischbock und Herr von Weidenfeld).

In Brüssel war das Wetter eher schlecht (siehe Fotos), dafür waren die Besuche der EU-Institutionen umso lehrreicher – sei es das brandneue Parlamentarium (eine Art virtueller Reise durch das „Raumschiff EU“), sei es das Europäische Parlament, die Kommission, der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss etc.

Eher berufsbezogen ging es mit einer Visite der Bundesnotarkammer in Brüssel weiter, wo der sehr eloquente Leiter des Büros, Herr Dr. Buschbaum, einen überaus kurzweiligen, aber gleichwohl aufschlussreichen Vortrag über die Schwierigkeiten bei der Anwendung unterschiedlicher nationaler Gesetzgebungen am Beispiel binationaler Paare hielt (Stichwort: Renvoi). Aber auch geistige Erbauung bot der Besuch in der „europäischen Hauptstadt“: Der junge und ambitionierte Vertreter der Evangelischen Kirche Deutschlands in Brüssel wusste sehr erfrischend über die Erfahrungen der Religionsvertreter in Brüssel zu berichten; gleichzeitig gewährte er Einblicke in typische Karrierewege auf dem Weg hin zu europäischen Institutionen.

Kulinarisch konnte Brüssel nicht immer überzeugen: Die typischen „Moules-Frites“ begeisterten nicht restlos, die Waffeln und Pralinen schon eher, allein das belgische Bier konnte ansatzweise überzeugen (natürlich nur in homöopathischen Dosen, nein Flaschen…) .

Die Brüsseler Sehenswürdigkeiten fanden da schon eher Anklang, sei es der mittelalterlich geprägte „Grande Place“, sei es das Atomium.

Die Unterkunft überraschte zumindest mit ihrer Kreativität.

Alles in allem eine gelungene Bildungsfahrt – und so lautet das Motto: Brüssel 2014: Wir kommen !

B. Jaenicke